Latte Art Robot (Part I)

Vorgeschichte

Nachdem ich letztes Jahr ein Arduino Board zu meinem Geburtstag geschenkt bekommen habe und das Teil schon eine Weile rumlag, dachte ich es sei mal an der Zeit was sinnvolles damit zu machen bevor es komplett einstaubt. Beim rumstöbern auf youtube bin ich vor einiger Zeit mal auf ein paar Videos zum Thema Latte Art gestoßen. Somit hatte ich dann die Idee einen Roboter zu bauen, der Bilder auf den schaum von Milchkaffee drucken bzw. plotten kann. In dieser Artikelserie werde ich versuchen den Bau des Roboters möglichst detailreich zu dokumentieren.

Der Anfang

Zunächst brauchte ich noch einige Teile vom Elektronik Versand meines Vertrauens. Außerdem habe ich einige Drucker ausgeschlachtet um mir das Geld für Schrittmotoren und Linearführungen zu sparen, was sich später als nicht so erfolgreich herausstellen sollte.

Das Motorshield war recht schnell zusammengebaut. Die Lib zum Steuern der Motoren ist recht einfach gehalten somit stellt die Ansteuerung der Motoren auch kein größeres Problem dar. Hier mal ein Video vom ersten Motor Test.

Leider kann das Motor Shield von Adafruit nur 2 Schrittmotore ansteuern. Allerdings gibt es noch einige freie Pins am Arduino. Und ein Servo kann auch noch angeschlossen werden. Da der Aufbau dem eines CNC Routers entspricht, brauche ich vorerst nur 2 Schittmotore. Einen für X-Achse und einen für die Y-Achse. Eine Z-Achse wird zur Umsetzung meiner bisherigen Idee noch nicht benötigt. Falls jemand aber vor hat mit dem Arduino und dem Motor Shield von Adafruit eine 3 Achsen CNC Maschine zu bauen, so könnte man evtl. noch ein Servo zum heben und senken des Werkzeugs anschließen. Ein weiterer Arduino mit einem zweiten Motors Shield, der mittels Serieller Schnittstelle oder über I2C mit dem ersten Arduino kommuniziert wäre natürlich auch denkbar. Allerdings ist es dann warscheinlich sinnvoller auf eine andere Lösung auszuweichen. Einen sehr netten Ansatz bietet da folgender Link: http://letsmakerobots.com/node/12713

In Part 2 werde ich dann einiges über den Mechanischen Aufbau schreiben…

Wettbewerb ART OF ENGINEERING

Anlässlich des Wettbewerbs „Art of Engeneering“ 2010, welcher durch die Firma Ferchau Engeneering ausgetragen wird, habe ich mit Paul Kocyla und Anja Hammes am Projekt KommuniKate gearbeitet.

Kate ist ein humanoider Roboter, der sich mit Personen in natürlicher Sprache unterhalten kann. Sie erkennt Gesichter und besitzt eine Anbindung zu Online-Enzyklopädien, aus denen sie Informationen generiert, die sie in Form von Sprache und Bild vermittelt. Ihr Auftreten wird unterstützt durch eine situationsabhängige Beleuchtung. Zusätzlich werden Kates Aktivitäten (umschauen, „denken“, sprechen) durch beleuchtete „Synapsen“ in ihrem Kopf visualisiert.

Kate schafft somit eine neue Art der Kommunikation und stellt Computer auf eine neue Stufe. Der Mensch setzt sich nicht mehr mit einem Gerät auseinander, sondern mit einem „Wesen“, das zwar menschliche Züge hat, jedoch eine gewisse menschenfremde Mystik ausstrahlt.

Mit KommuniKate haben wir als einer der Top 20 Finalisten das Finale des Wettbewerbs in Berlin erreicht. Somit hatten wir die Chance KommuniKate für eine Woche im Rahmen einer Sonderausstellung des Deutschen Technik Museums zu präsentieren. Hier gibts ein Video zum Finale und zur Sonderausstellung.