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Looping Louie Gedanken gesteuert

Vor einigen Wochen habe ich in Kerkrade mein Makerfaire Projekt vorgestellt. Dabei handelte es sich um einen neuen Looping Louie Hack.

Dieses Projekt besteht eigentlich aus zwei Teilprojekten, zum einen aus dem Looping Louie Mind Controller und zum anderen aus meinem Looping Louie Autopilot. In diesem Artikel werde ich mich auf den Mind Controller beziehen. Dem Autopilot widme ich einen eigenen Artikel, da ich diesen als Bausatz in meinem Shop anbieten möchte. Allen die bereits auf den achter Louie Adapter warten, sei gesagt auch dieser wird spätestens um die Weihnachtszeit im Shop erscheinen.

Die Basis für den Mind Flex gesteuerten Looping Louie besteht wie oben schon erwähnt aus meiner Autopilot Mechanik. Dabei handelt es sich um einen kleinen Modellbau Servo welcher über einen Ultraschallsensor und eine kleine Steuerplatine den Wippenarm betätigt. Der Arm wird dabei über ein Gummiband vorgespannt. Das Servo löst den Arm aus und spannt anschließend wieder das Gummiband. Alle Halterungen stammen aus dem 3D Drucker.

Die Idee besteht nun darin, das Servo über Gedanken auszulösen. Inspiriert wurde ich durch ein Werbevideo welches ich vor einiger Zeit bei Youtube gesehen habe.

Nach kurzer Recherche im Netz habe ich dann schließlich das Spiel Mind Flex gefunden. Dieses ist bei eBay für wenige Euro zu finden. Außerdem gab es bereits einen Hack und die passenden Arduino Bibliotheken. Auf dem Frontier Nerds Blog findet man eine Anleitung wie man an die Daten des Headsets gelangen kann.

Vom Mind Flex wird also nur das Headset benötigt. Laut der Anleitung im oben genannten Blog findet man wie beschrieben den RX Pin, welcher die Daten vom Neurochip an einen Arduino liefern kann. Im Prinzip genügt es dort eine Litze anzulöten welche anschließend mit dem TX Pin des Arduinos verbunden wird. Nach installieren der Brain Library und entsprechendem Beispiel Sketsch empfängt der Arduino Daten vom Headset.

Die Kabelanbindung reichte zunächst für erste Experimente. Allerdings sollte das Headset über Funk mit dem Arduino verbunden sein. Als einfachste Lösung sollte sich dann eine Serielle Bluetooth Brücke erweisen. Diese Brücke kann mit dem Bluetooth Modul BTM400_6B HC-05 umgesetzt werden. Das Modul ist relativ kostengünstig. Man benötigt 2 Module. Das erste wird im Slave Modus betrieben und das andere im Master Modus. Eine genaue Beschreibung zur Konfiguration des Slave Modus findet man hier. Außerdem benötigt man noch die Hardware Adresse des Slave Moduls. Zum Konfigurieren werden AT Befehle verwendet. Entsprechende Befehle können dem Datenblatt entnommen werden.

In der Konfiguration des Master Moduls muss mittels AT-BIND die ermittelte Hardwareadresse des Slave Moduls gesetzt werden. Anschließend können die Module mit Spannung versorgt werden. Die Module verbinden sich dann automatisch und die Brücke steht. Den RX Pin des Headsets verbindet man mit TX des Slave moduls und den TX Pin des Master Moduls mit RX des Arduinos. Nach dem Upload des Beispiel Programms aus der Brain Library ist der Arduino mit dem Headset verbunden. Zum Visualisieren kann man Processing und Brain Graph verwenden.

Links das Arduino Shield mit dem Master Modul. Rechts der Prototyp für den Autopilot.

Ich habe das Master Modul auf einer selbst geäzten Platine montiert und zusätzlich noch Status LED’s angebracht welche den „Konzentrationswert“ anzeigen. Mit ein paar zusätzlichen Code Zeilen und der Arduino Servo Library konnte ich dann das Servo über Gedanken auslösen.

Das Projekt war auf der Mini Makerfaire in Kerkrade ein richtiger Erfolg. Gerade bei Kindern kam dieser Hack sehr gut an.

5 Gedanken zu „Looping Louie Gedanken gesteuert“

  1. Hallo Mario!
    Zuerst einmal Gratulation zu den tollen Basteleien. Ich beschäftige mich im Moment auch gerade mit Mindflex und der Datenübermittlung mittels HC-05/06-Bluetooth-Modulen. Dazu hätte ich ein paar Fragen: Kann es sein, dass du in deiner obigen Beschreibung TX und RX vertauscht hast? Müsste nicht besser das Master-Modul 05 direkt ans mindflex-headset und das Slave-Modul 06 zum Arduino damit das Headset quasi die Kontaktaufnahme beginnt?

    Zudem schreibst du oben: „Den RX Pin des Headsets verbindet man mit TX des Slave moduls und den TX Pin des Master Moduls mit RX des Arduinos“
    Der RX-pin des Headsets wird ja eigentlich nicht benötigt… Man müsste vielmehr den TX-Pin des Headsets mit dem RX-Pin des Bluetooth-Moduls am Headset verbinden (und dann wie du auch geschrieben hast den TX-pin des zweiten, beim Arduino sich befindlichen Bluetooth-moduls mit dem RX-pin des Arduinos …)
    Ich habe über ebay gleich eines auf Master gesetztes HC-05-Modul gekauft. Demnach brauche ich mich um diese Umstellung wohl nicht mehr zu kümmern und das HC-06 slave-modul wird automatisch kontaktiert, oder?

    Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich diesbezüglich aufklären könntest 😉 Vielen Dank im voraus, lg aus Österreich Christoph

    1. Hallo,

      du hast tatsächlich recht was das Vertauschen von RX und TX Pin betrifft. Das ist im Text falsch. Ich arbeite in den letzten beiden Tagen wieder am Headset. Leider funktionieren scheinbar meine BT- Module nicht mehr. Keine Ahnung woran das liegen kann. Ich werde für die Maker Faire in Hannover, kommendes Wochenende, wohl auf eine feste Verkabelung setzen müssen.

      Um noch einmal auf deine Frage zurückzukommen. Also der TX Pin des Headsets muss natürlich an den RX Pin des Moduls. Ich verwende die Module ja quasi als Serielle Bridge. Hierfür muss, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, auch jeweils die Hardwareadresse der Module in der Firmware gesetzt werden. Du wirst wohl ohne eine FTDI Verbindung im AT-Mode nicht auskommen. Schau dir hierzu mal den Artikel von Daniel an: http://www.brunwinkel.de/elektronik/module/btm400_6b/ Dort wird sehr gut beschrieben wie man die Module in den AT-Mode versetzt. Dort ist dann alles konfigurierbar. Eigentlich recht einfach, wenn man eine Tabelle mit AT-Befehlen hat. ( Findet man im Netz zu Haufe )

      Gruss
      Mario

  2. Hallo Mario!
    Danke für deine (rasche) Rückmeldung und deine Hilfe 😉 Werde mich ein wenig mit den Bluetooth-Modulen spielen und wenn erfolgreich für einige meiner Anwendungen (Roboterhand, mindflex usw.) anwenden. Lg und hoffentlich klappt alles für die Maker-Faire, Christoph
    P.S.: Dass die Geräte genau dann ihren Geist aufgeben, wenn man sie am dringendsten benötigt, kenne ich auch nur zu gut 😉

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