Repstrap: 3D Drucker aus Computerschrott Teil 2


Im ersten Teil habe ich beschrieben welche Teile ich für den Bau des Repstrap aus Computerschrott verwenden werde. In diesem Teil werde ich dokumentieren wie ich aus der Linearführung des Druckers und einigen Bauteilen aus dem Baumarkt die
X/Z – Ebene konsturiert habe.

Korrekturen an den Bauteilen
Die Muttern und Plastikröhrchen welche ich im ersten Teil an die Linearführung des Druckers geklebt habe, haben sich als nicht tauglich erwiesen, deshalb habe ich diese Teile wieder entfernt und mit einem Dremel die Linearführung von Kleberresten befreit. Ein Streifzug durch den Baumarkt führte zu der auf dem Bild gezeigten Lösung.

Als erstes habe ich ein Stück MDF mit den Maßen 40 x 300 x 10 mm ausgesägt. Die Breite (300mm) musste so gewählt werden, dass der Scanner später ohne Probleme zwischen die Gewindestangen passt. Dieser MDF Streifen wurde anschließend mit Bohrungen für die Gewindestangen versehen. In diese Bohrungen wurden die Gewindehülsen (2) (Schaubenwühlkiste bei Ikea) eingesetzt. Um eine Fühung in Z- Richtung zu erhalten wurden außerdem die auf der Abbildung gezeigten Aluminium Teile ( erhältlich bei Bauhaus) verwendet. Durch diese wird später ein Aluminium Rundstab geführt. Das MDF Teil wurde mit Winkeln an das Blech der Linearführung geschraubt. Das folgende Bild zeigt den Scanner (Y-Achse) und die Drucker Linearführung (X-Achse) noch einmal im Detail. Auf dem Bild ist zu erkennen dass die Linearführung des Scanners genau zwischen die Gewindehülsen (1) passt. Da die Gewindestangen später durch Kugellager in einer MDF Platte unter dem Scanner gelagert werden, musste ich mit dem Dremel ein wenig Plasik (2) am Scanner entfernen.


Die Verbesserungen an den Bauteilen waren somit abgeschlossen und ich konnte mit dem Bau des Rahmens für die Z-Achse fortfahren.

Rahmen für die Z-Achse

Zum Bau des Rahmens für die Z-Führung habe ich MDF mit den folgenden Maßen verwendet:

  • 2 x MDF 100 x 480 x 16 mm
  • 2 x MDF 100 x 350 x 16 mm

Der Rahmen wurde mit Metallwinkeln aus dem Baumarkt zusammengeschraubt. Dabei war darauf zu achten, dass auf der Vorderseite genügend Platz für die Gewindestangen und die Führungsstangen vorhanden ist. Auf dem Bild ist zu erkennen dass ich aus diesem Grund vorne kürzere Winkel verwendet habe.

Im Anschluss habe ich die Bohrungen für die Kugellager, welche zur Lagerung der Gewindestangen genutzt werden sollten, vorbereitet. Die Löcher habe ich mit einer Lochfräse erzeugt. Mit dem Dremel habe ich im Anschluss die Löcher etwas vergrößert so dass die Kugellager dort exakt eingepasst werden konnten. Die Kugellager wurden mit Heißkleber und Sekundenkleber in die Bohrung geklebt.

Zusätzlich wurden noch 2 Löcher zur Befestigung der Aluminiumstäbe gebohrt.

Endmontage

Abschließend konnten alle Teile montiert werden. Die Gewindestangen sind am unteren Teil über 2 Muttern fixiert. Am oberen Teil sind die Gewindestangen lose gelagert. Um Zeit zu sparen wurde der X-Träger mit Hilfe eines Akkuschaubers auf die Gewindestangen geschaubt. Der fertige Aufbau ist auf dem folgenden Bild zu sehen.

Im nächsten Teil werde ich die Fertigstellung der Mechanik und den Einbau des Motors für die Z-Achse beschreiben.

8 Gedanken zu „Repstrap: 3D Drucker aus Computerschrott Teil 2“

  1. Sehr cool. Wäre super, wenn es im nächsten Teil dann auch Videos geben würde und vielleicht eine grobe Übersicht über die Kosten bzw. wie viel ungefähr insgesamt veranschlagt wird. Wenn der Drucker gut funktioniert, wird man wohl sicher bald mehr im Netz finden. Funktionsfähige CNC-Fräsen aus Computerteilen gibt es ja immerhin auch schon. Von daher werde ich den Verlauf auf jeden Fall begeistert weiterverfolgen.

    1. Ja, ein Video wird es beim nächsten Teil wieder geben, bei diesem Beitrag war nicht so viel dabei was man über ein Video hätte präsentieren können. Nächster Teil wird voraussichtlich den Antrieb der Z-Achse beschreiben.

  2. Hey, deine Webseite und deine Projekte hier sind echt super.
    Nachdem ich letztens beim Sperrmüll ein paar alte (Multifunktions/)Drucker bergen konnte habe ich dies als Anlass genommen auch daraus einen 3D Drucker ähnlich deinem Modell hier zu bauen. Bin jetzt ähnlich weit und gespannt was draus wird, freue mich auch auf den nächsten Teil. Mach weiter so!

    1. Freut mich wenn es dir gefällt. Ich habe in den letzten Wochen die Motortreiber für den Drucker gefräst und bestückt. Am Wochenende werde ich das Hotend zusammenbauen. Dann geht es mit Teil 3 weiter.

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